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Lyght AG: Zirkuläre Mietmöbel als Wachstumsmodell für die Schweiz

Die Lyght AG hat den Schweizer Markt für zirkuläre Mietmöbel innerhalb von drei Jahren profitabel erschlossen. Nun folgt der nächste Schritt: Saskia Petz wird zur Geschäftsführerin ernannt, der Hauptsitz zieht von Zug nach Basel um. Im Interview erklärt sie, welche Faktoren zum Erfolg geführt haben und wohin die Reise als Nächstes geht.

Internationale Mobilität, Fachkräftemangel und projektbezogene Einsätze verändern die Anforderungen an Wohnen und Arbeiten in der Schweiz. Immer mehr Unternehmen setzen dabei auf flexible und nachhaltige Einrichtungslösungen auf Zeit statt auf klassischen Möbelkauf. Die Lyght AG, ein 2023 gegründetes Schweizer Unternehmen für zirkuläre Mietmöbel, hat auf diesen Trend reagiert und innerhalb von drei Jahren die Profitabilität erreicht. Jetzt folgt der nächste Schritt: Saskia Petz, die den Aufbau des Unternehmens seit der Gründung als COO begleitet hat, wird zur Geschäftsführerin ernannt. Gleichzeitig verlegt die Lyght AG ihren Hauptsitz von Zug nach Basel.

Der Weg zur Profitabilität

Wie schafft ein noch junges Unternehmen den Sprung in die Gewinnzone innerhalb von nur drei Jahren? Für Saskia Petz liegt die Antwort in der konsequenten Ausrichtung auf den Schweizer Markt. «Ein entscheidender Erfolgsfaktor war unsere konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Schweizer Marktes», erklärt sie. «Wir haben früh erkannt, dass Unternehmen heute vor allem Lösungen brauchen, die ihnen Geschwindigkeit, Planungssicherheit und Flexibilität geben. Genau dort setzen wir an.»

Dabei profitiert die Lyght AG von langjähriger Erfahrung im Mietmöbelgeschäft und einem Geschäftsmodell, das gezielt an lokale Anforderungen angepasst und kontinuierlich weiterentwickelt wurde. «Klare Prozesse, hohe Servicequalität und die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden bilden das Fundament dieser Entwicklung», sagt Petz. «Für mich war dabei besonders wichtig, nah am Markt zu bleiben und früh zu erkennen, wo sich neue Chancen ergeben.»

Vom Besitz zur Nutzung

Zirkuläre Mietmöbel statt Kauf: Dieses Modell hat in den letzten Jahren spürbar an Nachfrage gewonnen. «Die Nachfrage ist in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen», bestätigt Petz. Unternehmen stünden heute vor immer dynamischeren Anforderungen. Neue Standorte, temporäre Wohnlösungen oder sich wandelnde Bürokonzepte müssten häufig innerhalb kurzer Zeit umgesetzt werden. «Dafür braucht es Einrichtungsmodelle, die sich ohne grossen organisatorischen Aufwand anpassen lassen.»

Diese Entwicklung beschreibt Petz als klaren Wandel vom Besitz zur Nutzung. «Im Mittelpunkt steht für viele Kunden nicht der Besitz eines Möbelstücks, sondern die Möglichkeit, Räume schnell und unkompliziert nutzbar zu machen.» Nachhaltigkeit sei für viele Kunden ein wichtiger zusätzlicher Aspekt. «Der grösste Hebel liegt aus unserer Sicht darin, hochwertige Möbel möglichst lange im Einsatz zu halten. Durch Wiederaufbereitung und Wiederverwendung können wir ihre Nutzungsdauer deutlich verlängern. Genau das verstehen wir unter Zirkularität.»

Polsterreinigung eines Mietmöbels bei der Lyght AG

Relocation, Real Estate und neue Wachstumsfelder

Historisch ist die Lyght AG besonders stark in den Bereichen Relocation und Global Mobility verankert. «Unternehmen und Relocation-Dienstleister benötigen kurzfristig bezugsfertige Wohnlösungen, damit internationale Mitarbeitende schnell und unkompliziert ankommen können», erklärt Petz.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist Real Estate, etwa für möbliertes Wohnen, Co-Living oder temporäre Nutzungskonzepte. «Hier unterstützen wir dabei, Immobilien schneller nutzbar zu machen und Projekte flexibel umzusetzen.» Das grösste Wachstumspotenzial sieht Petz aktuell in den Bereichen Office, Real Estate sowie bei international tätigen Unternehmen: «Viele Unternehmen überdenken derzeit ihre Flächenkonzepte und Arbeitswelten und suchen Lösungen, die sich diesen Veränderungen anpassen. Genau dort sehen wir künftig die grössten Entwicklungsmöglichkeiten.»

Basel als strategischer Standort

Der Umzug des Hauptsitzes von Zug nach Basel ist für Petz ein logischer nächster Schritt. «Basel ist für uns der logische nächste Schritt», sagt sie. «Die Region vereint viele Faktoren, die für unser Geschäftsmodell entscheidend sind: eine hohe internationale Dynamik, starke Branchen wie Life Sciences sowie die Nähe zu Deutschland und Frankreich.»

Für die Kunden der Lyght AG bedeutet das konkrete Vorteile. «Das bedeutet kürzere Wege, noch mehr Nähe und schnellere Entscheidungs- und Reaktionszeiten», so Petz. Gleichzeitig schaffe der neue Standort die Voraussetzungen, die Präsenz in der Schweiz weiter auszubauen und neue Partnerschaften zu entwickeln. «Ich freue mich besonders darauf, die Lyght AG in dieser dynamischen Region stärker zu verankern und neue Verbindungen aufzubauen.»

Fachkräftemangel als Wachstumstreiber

Internationale Mobilität und Fachkräftemangel prägen zunehmend den Schweizer Arbeitsmarkt. Die Lyght AG spürt diese Entwicklung deutlich im Tagesgeschäft. «Wir spüren diese Entwicklung sehr deutlich», bestätigt Petz. «Internationale Mobilität ist für viele Unternehmen längst Teil ihres Geschäftsalltags. Es geht heute nicht nur darum, Fachkräfte zu gewinnen, sondern ihnen einen schnellen und unkomplizierten Start zu ermöglichen.»

Genau hier setzt die Lyght AG an: von Relocation-Projekten über diplomatische Umzüge bis hin zu internationalen Unternehmen. «Der Bedarf ist häufig kurzfristig, gleichzeitig sind die Erwartungen an Qualität und Service sehr hoch.» Diese Dynamik zeige sich nicht nur im Wohnbereich. «Auch Unternehmen gestalten ihre Arbeitswelten heute deutlich flexibler und benötigen Einrichtungslösungen, die sich schnell an neue Anforderungen anpassen lassen.»

Vom Erklärungsbedarf zum Selbstläufer

Saskia Petz begleitet die Lyght AG seit der Gründung und hat den Wandel des Marktes selbst miterlebt. «Am stärksten verändert hat sich die Wahrnehmung unseres Geschäftsmodells», sagt sie. «Als wir gestartet sind, mussten wir oft noch erklären, warum Möbelmiete überhaupt sinnvoll sein kann. Heute erkennen viele Unternehmen sofort den Mehrwert flexibler Einrichtungslösungen und bringen deutlich konkrete Anforderungen mit.»

Diese Entwicklung motiviert Petz persönlich. «Wir haben in den vergangenen Jahren viel aufgebaut und dabei gesehen, wie gross das Potenzial dieses Marktes ist. Gemeinsam mit unserem Team möchte ich Lyght AG in der Schweiz gezielt weiterentwickeln, neue Geschäftsfelder erschliessen und unseren Kunden Lösungen bieten, die sie in einem dynamischen Markt wirklich weiterbringen.»

Möbelaufbereitung bei der Lyght AG für zirkuläre Mietmöbel

Nachhaltigkeit als Zusatznutzen, nicht als Verkaufsargument

Das zirkuläre Modell der Lyght AG hat einen klaren Nachhaltigkeitsaspekt. Doch wie wichtig ist dieser für Kunden bei der Entscheidung? «Nachhaltigkeit gewinnt für viele unserer Kunden zunehmend an Bedeutung. Sie ist aber selten der alleinige Entscheidungsfaktor», erklärt Petz. «Ein Geschäftsmodell muss vor allem wirtschaftlich überzeugen und im Alltag funktionieren. Genau darin sehen wir die Stärke zirkulärer Lösungen.»

Ziel der Lyght AG ist es, hochwertige Möbel möglichst lange im Einsatz zu halten. «Durch Prüfung, Aufbereitung und Wiederverwendung verlängern wir ihren Lebenszyklus und schonen Ressourcen. Für unsere Kunden verbindet das Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit und einer hohen operativen Flexibilität.» Gleichzeitig beobachtet Petz, dass Unternehmen Zirkularität zunehmend als festen Bestandteil ihrer Nachhaltigkeits- und Beschaffungsstrategien betrachten. «Dieser Wandel braucht Zeit. Wir sehen unsere Aufgabe darin, ihn mit praktikablen Lösungen aktiv zu unterstützen.»

Marktnähe statt Konzernstrukturen

Was zeichnet den Ansatz der Lyght AG aus, die sich innerhalb kurzer Zeit erfolgreich im Schweizer Markt etabliert hat? «Wir versuchen, den Markt nicht nur zu beobachten, sondern ihn gemeinsam mit unseren Kunden kontinuierlich weiterzuentwickeln», erklärt Petz. «Der enge Austausch mit Unternehmen und Partnern hilft uns, neue Anforderungen früh zu erkennen und daraus praxisnahe Angebote zu entwickeln.»

Ein grosser Vorteil seien kurze Entscheidungswege und eine pragmatische Arbeitsweise. «Neue Ideen können wir schnell bewerten und umsetzen, wenn sie ein konkretes Kundenbedürfnis lösen.» Petz ist überzeugt, dass genau diese Marktnähe, die Agilität und die Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterentwicklung wesentlich dazu beigetragen haben, dass sich die Lyght AG in der Schweiz innerhalb kurzer Zeit erfolgreich etablieren konnte.

Ausblick: Wachstum mit Substanz

Für die kommenden zwei bis drei Jahre hat sich die Lyght AG klare Ziele gesetzt. «Unser Ziel ist es, die Lyght AG in den kommenden Jahren als verlässlichen Partner für flexible Wohn- und Arbeitswelten in der Schweiz weiter zu etablieren», sagt Petz. «Dabei möchten wir organisch wachsen und unsere Position insbesondere in den Bereichen Office, Real Estate und Relocation weiter ausbauen.»

Parallel dazu investiert das Unternehmen in Infrastruktur und operative Kapazitäten, um auch bei wachsendem Projektvolumen den Qualitätsanspruch zu halten. Für Petz bedeutet Wachstum dabei mehr als reine Kennzahlen: «Für mich bedeutet Wachstum nicht nur mehr Umsatz oder mehr Projekte. Entscheidend ist, dass wir unsere Qualität sichern, langfristige Partnerschaften aufbauen und neue Chancen konsequent nutzen und gemeinsam mit unseren Kunden wachsen.»

Häufig gestellte Fragen

Was macht die Lyght AG?

Die Lyght AG ist eine Schweizer Aktiengesellschaft mit Sitz in Basel, die auf Basis eines zirkulären Mietmöbelmodells flexible Einrichtungslösungen für Wohnen und Arbeiten auf Zeit anbietet. Zu den Kunden gehören Relocation-Unternehmen, Expats, Start-ups sowie Eigentümer und Betreiber von Wohn- und Gewerbeimmobilien.

Warum ist die Lyght AG von Zug nach Basel umgezogen?

Basel bietet eine hohe internationale Dynamik, starke Branchen wie Life Sciences sowie die Nähe zu Deutschland und Frankreich. Für Kunden bedeutet der neue Standort kürzere Wege und schnellere Entscheidungs- und Reaktionszeiten.

Was unterscheidet zirkuläre Mietmöbel von klassischem Möbelkauf?

Beim zirkulären Modell steht nicht der Besitz eines Möbelstücks im Vordergrund, sondern die Möglichkeit, Räume schnell und unkompliziert nutzbar zu machen. Durch Wiederaufbereitung und Wiederverwendung wird die Nutzungsdauer der Möbel deutlich verlängert, was Ressourcen schont und gleichzeitig wirtschaftliche Flexibilität bietet.

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