Vom Ölpreisschock zur drohenden Stagflation: Der Konflikt im Nahen Osten verändert die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen rasant. Was Inflation wirklich bedeutet, welche Szenarien für die nächsten 3 bis 12 Monate realistisch sind – und welche konkreten Schritte Schweizer KMU jetzt einleiten sollten.
| → KEY TAKEAWAYS
• Die Schweizer Inflation lag Anfang 2026 bei 0,1 % – der Iran-Krieg erhöht den Druck über steigende Energiepreise. • Seit dem Angriff auf den Iran (28. Feb. 2026) ist die Strasse von Hormus praktisch gesperrt – der grösste Ölangebotsausfall in der Geschichte der globalen Energiemärkte. • Das KOF-Institut rechnet: Bleibt der Ölpreis dauerhaft bei 105 USD, bremst das das Schweizer BIP-Wachstum um 0,5–0,8 Prozentpunkte jährlich. • Europa steht vor einem klassischen Stagflationsmuster: Wachstum fällt, Preise steigen gleichzeitig. • Die SNB hält den Leitzins bei null Prozent – Energie-Inflation und Frankenstärke heben sich derzeit grob auf. • KMU sollten Energiekosten analysieren, Lieferketten überprüfen, Liquiditätspuffer aufbauen und Preisstrategien anpassen. |
01 — Kontext & Einordnung
Was ist Inflation – und wo steht die Schweiz heute?
Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus über einen bestimmten Zeitraum. Wenn Güter und Dienstleistungen durchschnittlich teurer werden, verliert das Geld an Kaufkraft. Gemessen wird die Inflation in der Schweiz über den Landesindex der Konsumentenpreise (LIK), der einen repräsentativen Warenkorb aus dem Alltag der Haushalte abbildet.
Für Unternehmen ist Inflation mehr als eine Zahl in einer Statistik. Sie verändert Beschaffungskosten, beeinflusst Löhne, wirkt auf Kundennachfrage und entscheidet darüber, ob Investitionen real rentabel bleiben.
Ende 2025 befand sich die Schweiz in einer aussergewöhnlichen Lage: Die Jahresinflation betrug im Durchschnitt gerade einmal 0,2 Prozent – der tiefste Stand seit 2020. Im Hochpunkt 2022 hatte die Teuerung in der Schweiz 2,8 Prozent erreicht. Der starke Franken dämpfte importierte Preissteigerungen, und die SNB hatte den Leitzins schrittweise auf null Prozent gesenkt.
Dann veränderte der Krieg im Nahen Osten die Ausgangslage abrupt.
02 — Problem & Herausforderung
Das Problem: Stagflationsrisiko durch Geopolitik
Am 28. Februar 2026 griffen Israel und die USA den Iran an. Die Folge war die de-facto-Sperrung der Strasse von Hormus – jener engen Meerenge, über die rund ein Viertel des weltweiten Seehandels mit Öl abgewickelt wird. Der daraus resultierende Ölangebotsausfall gilt als der grösste in der Geschichte der globalen Energiemärkte – grösser als das arabische Öl-Embargo 1973, grösser als die Invasion Kuwaits 1990.
| ⚠ STAGFLATIONSWARNUNG
Steigende Preise bei gleichzeitig schwächerem Wachstum: Dieses Muster – Stagflation – ist wirtschaftspolitisch besonders schwer zu bekämpfen. Zinssenkungen würden die Inflation verschärfen; Zinserhöhungen würden das Wachstum weiter bremsen. Für KMU bedeutet das: höhere Kosten, ohne entsprechende Nachfragebelebung. |
Der Ölpreis (Brent) schnellte auf rund 100 USD pro Barrel. Die wirtschaftliche Aktivität im Euroraum verlangsamte sich, während die Vorleistungskosten auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren stiegen. Führende Ökonomen sprachen von den deutlichsten Stagflationswarnungen seit Jahren.

Für Schweizer KMU stellt sich damit eine zentrale Frage: Wie stark ist die eigene Unternehmung von diesem Schock betroffen – und was lässt sich konkret tun?
03 — Ursachen & Hintergründe
Warum steigt die Inflation?
Nachfrageinflation
Wenn die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen das Angebot übersteigt, steigen die Preise. Dieses Muster war nach der Coronapandemie zu beobachten, als aufgestaute Konsumnachfrage auf eingeschränkte Produktionskapazitäten traf.
Angebotsinflation (Angebotsseitige Schocks)
Die aktuell relevantere Form: Wenn Rohstoffe knapper oder teurer werden – etwa durch einen Krieg, der wichtige Lieferrouten blockiert –, steigen Produktionskosten, die Unternehmen weitergeben müssen. Der Iran-Konflikt ist ein klassischer angebotsseitiger Schock: Die Sperrung der Strasse von Hormus trifft Kuwait, Katar und den Irak, die vollständig auf den Tankertransport angewiesen sind.
Importierte Inflation und der Franken
In der Schweiz wirkt ein starker Franken als natürlicher Puffer gegen importierte Inflation. Laut UBS-Ökonomen heben sich die gegenläufigen Effekte – steigende Energiepreise und Frankenstärke – derzeit grob auf. Die SNB bestätigte diese Einschätzung implizit, als sie den Leitzins im März 2026 bei null Prozent beliess.
Zweitrundeneffekte
Langfristig gefährlich sind sogenannte Zweitrundeneffekte: Wenn höhere Energiepreise die Löhne nach oben treiben, die Löhne wiederum die Preise und sich eine Lohn-Preis-Spirale entwickelt. Dieses Risiko wird für die Schweiz als begrenzt eingeschätzt, ist für den Euroraum aber nicht auszuschliessen.
Lieferkettenstörungen
Neben Öl und Gas betrifft der Konflikt auch andere Güterströme. Wenn Düngemittelfrachten feststecken, wenn Lufträume gesperrt sind und internationale Drehkreuze wie Katar oder Dubai ausfallen, entstehen Engpässe, die mit Verzögerung auch Lebensmittelpreise und Produktionskosten beeinflussen.
04 — Daten & Fakten
Zahlen, die KMU kennen sollten
| 0,1%
Inflation Schweiz Feb/März 2026 (LIK) |
~100$
Ölpreis Brent nach Kriegsbeginn |
37%
Anstieg Heizölpreis Schweiz seit Kriegsbeginn |
0%
SNB-Leitzins März 2026 |
2,4%
Inflationsprognose Deutschland 2026 |
–750
Max. CHF Einkommensverlust pro Person/Jahr (KOF) |
Das KOF-Institut der ETH Zürich hat zwei Szenarien ausgearbeitet. Im moderaten Szenario mit einem Ölpreis von 105 USD pro Barrel fiele das Schweizer BIP-Wachstum in den nächsten zwei Jahren um 0,5 bis 0,8 Prozentpunkte tiefer aus als ohne Konflikt – was einem durchschnittlichen Einkommensverlust von 500 bis 750 Franken pro Person und Jahr entspricht.
Für Deutschland zeigen die Modelle des Instituts der deutschen Wirtschaft noch deutlichere Folgen: Bei einem dauerhaften Ölpreis von 150 USD würde das BIP 2026 um 0,5 Prozent und 2027 um 1,3 Prozent geringer ausfallen – ein Verlust von mehr als 80 Milliarden Euro über zwei Jahre.
Direkt messbar sind die Auswirkungen bereits: Der Heizölpreis in der Schweiz stieg seit Kriegsbeginn von 96 auf 132 Franken pro 100 Liter – ein Anstieg von 37 Prozent.
„Lebensmittel werden teurer, dies befeuert dann die Inflation – nämlich erst dann, wenn die schlechter ausgefallene Ernte auf den Markt kommt.“
– Michael Berlemann, wissenschaftlicher Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI)
05 — Szenarien & Prognosen
Was in 3, 6 und 12 Monaten zu erwarten ist
Die Unsicherheit ist derzeit hoch. Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts hängen entscheidend davon ab, wie lange die Strasse von Hormus gesperrt bleibt und ob sich weitere Eskalationen ereignen.
| Szenario | Annahme | Ölpreis | Inflation CH | Wachstum CH |
|---|---|---|---|---|
| Deeskalation | Konflikt endet in wenigen Wochen, Strasse von Hormus wieder frei | 60–75 USD | 0,5 % | ~1,0 % |
| Moderat | Konflikt dauert 3–6 Monate, Ölpreis erhöht, aber kontrollierbar | 90–110 USD | 0,7–1,0 % | 0,5–0,8 % |
| Eskalation | Längerer Konflikt, Saudi-Arabien zieht mit, dauerhafter Ölpreisschock | 130–150+ USD | 1,5–2,5 % | 0,0–0,3 % |
3 Monate: Energiepreise und Lieferketten im Fokus
Kurzfristig sind die direkten Energiekosten das dominierende Thema. Betriebe mit hohem Energieverbrauch – in der Produktion, im Transport oder in der Logistik – spüren die Mehrkosten bereits. Gleichzeitig sind Lieferketten unter Druck: Längere Seewege und fehlende Vorprodukte aus dem Nahen Osten erhöhen Beschaffungskosten.
6 Monate: Nachfragedämpfung und Margenengpass
Mittelfristig droht eine Kombination aus höheren Kosten und sinkender Nachfrage. Konsumentinnen und Konsumenten, die mehr für Energie und Lebensmittel ausgeben, kaufen weniger in anderen Bereichen. Exportorientierte Schweizer KMU treffen zudem auf schwächere Absatzmärkte in der Eurozone.
12 Monate: Normalisierung oder verfestigte Unsicherheit
Langfristig hängt die Entwicklung stark vom geopolitischen Verlauf ab. Im Deeskalationsszenario dürfte sich der Inflationsdruck bis Ende 2026 abschwächen. Im Eskalationsszenario könnte sich ein dauerhaft erhöhtes Preisniveau für Energie und Nahrungsmittel festigen.
06 — Auswirkungen auf KMU
Konkrete Auswirkungen auf Schweizer KMU
Steigende Betriebskosten
Energie ist in vielen KMU ein bedeutender Kostenposten – sei es für Heizung, Produktion, Fahrzeugflotten oder Logistik. Ein dauerhafter Ölpreis von 100 USD bedeutet spürbar höhere Energie- und Treibstoffrechnungen. Betriebe, die Heizöl beziehen, zahlen bereits 37 Prozent mehr als vor Kriegsbeginn.
Einkauf und Beschaffungskosten
Transportkosten für Vorprodukte und Fertigwaren steigen, wenn Lieferketten umgeleitet werden oder knappe Kapazitäten entstehen. Branchen mit engen Zulieferverbindungen zum Nahen Osten – Chemie, Pharma, Maschinenbau – sind besonders exponiert.
Währungseffekte für Exporteure
In Krisenzeiten gilt der Schweizer Franken als sicherer Hafen. Die Aufwertung macht Schweizer Exportprodukte im Ausland teurer und schwächt die Wettbewerbsfähigkeit. Die SNB interveniert verbal, hat aber begrenzte Handlungsmöglichkeiten.
Nachfragerückgang bei Endkunden
Wenn Haushalte mehr für Energie und Lebensmittel ausgeben, sinkt ihr verfügbares Einkommen für andere Käufe. Dienstleistungsbetriebe, Detailhandel und konsumnahe Branchen könnten einen Rückgang der Nachfrage spüren.
Finanzierungskosten und Zinsen
Langfristige Hypotheken haben sich seit Kriegsbeginn merklich verteuert, weil Inflationserwartungen die langfristigen Zinsen nach oben treiben. Kurzfristige Kredite bleiben durch den SNB-Leitzins von null Prozent stabil, könnten aber teurer werden.
07 — Handlungsempfehlungen
Was KMU jetzt konkret tun können
Die folgenden Empfehlungen sind neutral und unabhängig von einzelnen Produkten oder Anbietern formuliert. Sie orientieren sich an den strukturellen Herausforderungen, die Inflation und geopolitische Unsicherheit für KMU erzeugen.
Sofortmassnahmen (0–3 Monate)
- Energiekosten analysieren: Wie viel Prozent der Betriebskosten entfallen auf Energie? Fixpreisvereinbarungen prüfen.
- Lieferketten kartieren: Welche Zulieferer sind in der Region Naher Osten exponiert? Alternativen frühzeitig identifizieren.
- Liquiditätsreserve aufbauen: Kreditlimiten prüfen und ggf. erhöhen, bevor Engpässe entstehen.
- Lagerbestände überprüfen: Bei kritischen Vorprodukten temporär höhere Bestände halten.
Mittelfristige Massnahmen (3–6 Monate)
- Preisstrategie überdenken: Transparente Kommunikation über Preisanpassungen schützt Kundenbeziehungen besser als stille Änderungen.
- Währungsrisiken absichern: Exportorientierte KMU prüfen Devisentermingeschäfte oder ähnliche Instrumente.
- Energieeffizienz steigern: Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs, die sich kurzfristig auszahlen.
- Lieferanten diversifizieren: Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten oder Regionen strategisch reduzieren.
Strategische Massnahmen (6–12 Monate)
- Szenarioplanung integrieren: Budgets mit zwei bis drei Szenarien durchrechnen, nicht nur mit einem Basisfall.
- Kostenstrukturen überprüfen: Eine höhere Variabilisierung schützt bei Nachfragerückgängen.
- Investitionen priorisieren: Nach Notwendigkeit, Rendite und Anpassungsfähigkeit bewerten. Energieeffizienzmassnahmen können sich auszahlen.
- Günstige Finanzierungskonditionen (Leitzins 0 %) jetzt noch für sinnvolle Investitionen nutzen.
08 — Experteneinschätzungen
Was Ökonomen erwarten
„Die Situation im Nahen Osten könnte die globale Wirtschaftsaktivität bremsen und den Aufwertungsdruck auf den Franken erhöhen. In der kürzeren Frist dürfte das Wirtschaftswachstum in der Schweiz deshalb eher verhalten ausfallen, mittelfristig sei aber eine gewisse Belebung zu erwarten.“
– Petra Tschudin, SNB-Direktoriumsmitglied, März 2026
„Die Schweiz sei im Vergleich zur Eurozone besser gegen steigende Energiepreise geschützt. Selbst bei einem längeren Konflikt dürften die Preise hierzulande nur verzögert steigen – auch weil ein stärkerer Franken importierte Inflation dämpft.“
– Reto Cueni, Chefökonom Bank Syz, März 2026
Über den Atlantik hinaus sehen Ökonomen des ifo-Instituts in Deutschland zwei klare Szenarien: Im Deeskalationsszenario steigt die Inflation im Euroraum moderat auf rund 2,4 Prozent. Im Eskalationsszenario könnte Deutschland 2026 nur noch 0,2 Prozent Wachstum verzeichnen – mit direkten Konsequenzen für Schweizer KMU, die in europäische Lieferketten eingebunden sind.
09 — Ausblick & Prognose
Wie sich die Lage weiterentwickeln könnte
Kurzfristig (bis Mitte 2026)
Die SNB dürfte ihren Leitzins von null Prozent unverändert lassen. Der Franken wirkt als Inflationsbremse. Die Inflationserwartungen in der Schweiz bleiben erhöht, liegen aber voraussichtlich unter einem Prozent. Das Wachstum fällt schwächer aus als ursprünglich geplant.
Mittelfristig (2. Halbjahr 2026)
Raiffeisen-Ökonomen erwarten für 2026 insgesamt einen Anstieg der Inflation auf rund 0,5 Prozent – sofern keine weitere Eskalation eintritt. Die entscheidende Variable bleibt die Dauer der Beeinträchtigung der Strasse von Hormus.
Langfristig (ab 2027)
Gelingt eine geopolitische Entspannung, dürfte die Energie-Inflation nachlassen. Die SNB prognostiziert für 2027 eine Teuerung von 0,5 bis 0,6 Prozent. Das strukturelle Deflationsrisiko bleibt ein Gegengewicht zu inflationären Impulsen.
Unternehmen, die Szenarioplanung und Resilienz dauerhaft in ihre Strategie integrieren, sind besser positioniert – unabhängig davon, welche konkrete Krise als nächste auftritt.
10 — Häufige Fragen (FAQ)
FAQ: Inflation und KMU
Was bedeutet Inflation konkret für mein KMU?
Inflation erhöht die Beschaffungs- und Betriebskosten, wenn Rohstoffe, Energie oder Vorprodukte teurer werden. Gleichzeitig kann sie die Kaufkraft der Kundschaft reduzieren, was die Nachfrage dämpft. Für KMU bedeutet das oft Margenengpässe – besonders dann, wenn Preissteigerungen nicht vollständig weitergegeben werden können.
Ist die Inflation in der Schweiz ein Problem?
Anfang 2026 liegt die Schweizer Inflation bei 0,1 Prozent – sehr tief. Das Deflationsrisiko war 2025 sogar kurz Realität. Der Iran-Krieg erhöht den Inflationsdruck zwar, der starke Franken dämpft diesen aber teilweise. Für die Schweiz ist die Situation weniger kritisch als für die Eurozone, aber nicht risikolos.
Was hat der Iran-Krieg mit der Inflation in der Schweiz zu tun?
Der Krieg blockiert die Strasse von Hormus, eine der wichtigsten Ölhandelsrouten der Welt. Die Folge sind steigende Weltmarktpreise für Öl und Gas. Auch wenn die Schweiz kaum direkte Importe aus dem Iran bezieht, treffen höhere Weltmarktpreise alle energieimportierenden Länder.
Was ist Stagflation und warum ist sie gefährlich?
Stagflation bezeichnet das gleichzeitige Auftreten von hoher Inflation und stagnierenden Wachstumsraten. Das ist wirtschaftspolitisch besonders heikel: Zinssenkungen würden die Inflation anheizen; Zinserhöhungen würden das Wachstum bremsen. Für KMU: höhere Kosten, aber keine Nachfragebelebung.
Wird die SNB die Zinsen erhöhen?
Nach aktuellem Stand (März 2026) belässt die SNB den Leitzins bei null Prozent. Eine Erhöhung gilt angesichts der tiefen Inflation und des Deflationsrisikos als unwahrscheinlich. Negativzinsen werden nicht ausgeschlossen, die Hürde ist aber hoch.
Welche Branchen sind in der Schweiz am stärksten betroffen?
Besonders exponiert sind: energieintensive Branchen (Produktion, Logistik, Transport), exportorientierte Unternehmen (durch den starken Franken), Betriebe mit engen Lieferketten zum Nahen Osten sowie konsumnahe Dienstleistungen. Branchen mit hohem Inlandsgeschäft und geringem Energiebedarf sind tendenziell weniger betroffen.
Was unterscheidet die Situation der Schweiz von der Eurozone?
Die Schweiz profitiert von drei Puffern: dem starken Franken (dämpft Importinflation), dem historisch tiefen Ausgangsniveau der Inflation und der unabhängigen Geldpolitik der SNB. Die Eurozone ist mit einer Ausgangsinflation von über 2 Prozent stärker unter Druck. Schweizer KMU mit starkem Eurogeschäft sind dennoch indirekt betroffen.
Hinweis zur Aktualität: Dieser Artikel basiert auf öffentlich verfügbaren Quellen und Prognosen per Ende März 2026. Geopolitische Entwicklungen können sich rasch verändern. Prognosen spiegeln jeweils die zum Zeitpunkt der Erstellung gültigen Einschätzungen führender Wirtschaftsinstitute wider und sind keine Anlage- oder Unternehmensberatung. Für spezifische unternehmerische Entscheide wird die Konsultation von Fachpersonen empfohlen.

