Wussten Sie, dass das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis im SMI per Januar 2024 bei rund 18 lag, während innovative Schweizer Deep-Tech-Startups oft das Dreifache dieser Bewertung erreichen? Diese fundamentale Kennzahl ist weit mehr als eine rein mathematische Formel; sie fungiert als strategischer Kompass für Investitionen in die industrielle Transformation und ökologische Meilensteine. Es ist verständlich, dass die Koexistenz von Forward- und Trailing-Varianten oft Verwirrung stiftet, besonders wenn volatile Marktphasen die gewohnten Benchmarks am Finanzplatz Zürich ins Wanken bringen.
Wir versprechen Ihnen in diesem Fachbericht einen tiefgreifenden Einblick in die präzise Berechnung und die historische Relevanz, die das kgv für den Wirtschaftsstandort Schweiz definiert. Sie gewinnen die notwendige Sicherheit, um Aktienbewertungen kritisch zu hinterfragen und den Zusammenhang zwischen Verbandswesen und ökonomischen Kennzahlen zu verstehen. In der folgenden Analyse schlagen wir die Brücke von etablierten Industriegiganten zu dynamischen Neugründungen und beleuchten, wie eine präzise Datenanalyse den Weg in eine nachhaltige wirtschaftliche Zukunft ebnet.
Wichtigste Erkenntnisse
- Erfahren Sie, wie Sie das kgv präzise berechnen und dabei die entscheidenden Unterschiede zwischen vergangenheitsbezogenen und zukunftsorientierten Bewertungsansätzen für Ihre Analyse nutzen.
- Identifizieren Sie trügerische „Value Traps“ und verstehen Sie, warum branchenspezifische Massstäbe bei der Bewertung von Schweizer Technologie- oder Bankaktien unerlässlich sind.
- Analysieren Sie die historische Entwicklung des SMI sowie die fundamentale Bewertung von Schweizer Marktschwergewichten wie Nestlé, Roche und Novartis im Zeitverlauf.
- Ergründen Sie die ökonomische Doppeldeutigkeit des KGV und wie kantonale Gewerbeverbände die Rahmenbedingungen für nachhaltiges Wachstum am Wirtschaftsstandort Schweiz stärken.
Was ist das KGV? Ursprung und Bedeutung einer ökonomischen Leitplanke
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis fungiert als zentrales Navigationsinstrument an den Finanzplätzen von Zürich bis Genf. Es setzt den aktuellen Börsenkurs einer Aktie in Relation zum erzielten oder erwarteten Gewinn pro Anteilsschein. Mathematisch simpel, doch in der Interpretation tiefgreifend: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) gibt an, mit dem Wievielfachen seines Jahresgewinns ein Unternehmen an der Börse bewertet wird. Für Investoren stellt diese Kennzahl die theoretische “Payback-Periode” dar. Kostet eine Aktie beispielsweise 150 CHF und erwirtschaftet das Unternehmen 10 CHF Gewinn pro Jahr, beträgt das kgv 15. Es dauert somit 15 Jahre, bis das Investment allein durch die Gewinne gedeckt ist.

Die historische Genese dieser Kennzahl ist eng mit der Professionalisierung der Fundamentalanalyse verknüpft. Während Spekulanten im frühen 20. Jahrhundert oft auf Sicht fuhren, etablierten Benjamin Graham und David Dodd mit ihrem Werk “Security Analysis” im Jahr 1934 ein systematisches Regelwerk. Sie machten deutlich, dass der Preis, den man zahlt, nicht mit dem Wert identisch ist, den man erhält. In der modernen Marktbeobachtung dient die Kennzahl heute als Frühwarnsystem für Überhitzungen. Massive Abweichungen nach oben signalisieren oft spekulative Blasen, während historisch niedrige Werte auf eine fundamentale Unterbewertung oder strukturelle Krisen hindeuten können.
Die ökonomische Logik hinter dem KGV
Hinter jedem kgv steht eine spezifische Wachstumserwartung des Marktes. Ein hohes Verhältnis impliziert, dass Anleger künftig stark steigende Gewinne erwarten und bereit sind, heute eine Prämie dafür zu zahlen. Ein Wert von 15 gilt in der Finanzhistorie oft als fairer Durchschnitt für reife Industriegesellschaften. Dieser Richtwert basiert auf der langfristigen Realrendite von Aktienmärkten, die sich oft im Bereich von 6 bis 7 Prozent bewegt. Im Jahr 2026 beeinflusst das Zinsumfeld die Bewertungshöhe massgeblich. Wenn die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Leitzinsen stabil hält, bleiben Aktien im Vergleich zu Obligationen attraktiv, was tendenziell höhere KGVs rechtfertigt. Steigen die Zinsen jedoch, sinkt der Barwert künftiger Gewinne, was den Druck auf die Bewertungskennzahlen erhöht.
Interessante Fakten zur Kennzahl-Historie
- Das Shiller-KGV: Robert Shiller entwickelte das Cyclically Adjusted Price-To-Earnings Ratio (CAPE), das Gewinne über zehn Jahre inflationsbereinigt glättet. Es verhindert, dass kurzfristige Gewinneinbrüche in Rezessionsjahren die Analyse verzerren.
- Krisenwahrnehmung: Nach dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000 und der Finanzkrise 2008 verschob sich die Wahrnehmung von “günstig”. Investoren fordern heute oft eine höhere Sicherheitsmarge bei zyklischen Titeln.
- Geografische Divergenz: US-Märkte weisen aufgrund des hohen Technologieanteils traditionell höhere KGVs auf als der europäische Markt. Während der S&P 500 oft Werte über 20 erreicht, notieren Substanzwerte im SMI häufig in moderateren Bereichen zwischen 12 und 18.
Berechnungsmethoden und Varianten: Trailing vs. Forward KGV
Die Ermittlung des KGV folgt einer mathematisch simplen Logik: Der aktuelle Aktienkurs wird durch den Gewinn pro Aktie (Earnings per Share, EPS) dividiert. In der professionellen Finanzanalyse fungiert diese Kennzahl als Bedeutung einer ökonomischen Leitplanke, um die Bewertung eines Titels im historischen Kontext einzuordnen. Oftmals verzerren jedoch Sondereffekte wie Verkäufe von Unternehmensteilen oder hohe Restrukturierungskosten das Bild. Analysten nutzen hierfür das bereinigte kgv (Adjusted P/E), das solche Einmaleffekte konsequent herausrechnet, um die operative Ertragskraft isoliert darzustellen.
Trailing P/E: Der Blick in den Rückspiegel
Das Trailing P/E basiert auf den tatsächlich erzielten Gewinnen der letzten zwölf Monate oder des abgelaufenen Geschäftsjahres. Der Vorteil liegt in der harten Datenbasis; Investoren stützen sich auf testierte Geschäftsberichte, die wenig Raum für Spekulationen lassen. Eine manuelle Berechnung für ein Schweizer Industrieunternehmen vollzieht sich in vier klaren Schritten:
- Schritt 1: Ermittlung des aktuellen Aktienkurses an der SIX Swiss Exchange (z. B. CHF 240).
- Schritt 2: Feststellung des Reingewinns gemäss Geschäftsbericht.
- Schritt 3: Division des Reingewinns durch die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien (EPS, z. B. CHF 12).
- Schritt 4: Division des Kurses durch das EPS (240 / 12 = kgv von 20).
Bei zyklischen Unternehmen birgt diese Methode jedoch Gefahren. Ein Rekordgewinn im Vorjahr kann ein niedriges KGV suggerieren, während die Auftragsbücher für das kommende Halbjahr bereits schrumpfen. In solchen Phasen wirkt die Aktie optisch günstig, entpuppt sich aber oft als Bewertungsfalle, da der vergangene Erfolg die künftige Schwäche kaschiert.

Forward P/E: Die Wette auf die Zukunft
An der Börse wird die Erwartungshaltung gehandelt. Das Forward P/E nutzt deshalb Gewinnschätzungen für die kommenden 12 Monate. Besonders bei wachstumsstarken Firmen aus dem Medtech-Sektor oder der Pharmabranche liegen diese Werte oft deutlich über dem historischen Schnitt. Ein hohes Forward-KGV signalisiert, dass der Markt von einer massiven Gewinnsteigerung ausgeht. Bleibt diese Dynamik aus, folgen meist drastische Kurskorrekturen.
Die Verlässlichkeit dieser Schätzungen ist jedoch begrenzt. In instabilen Wirtschaftsphasen, wie der Inflationswelle von 2022, revidieren Banken ihre Prognosen oft in hoher Taktung. Wer sich ausschliesslich auf Analystenschätzungen verlässt, agiert auf Basis von Annahmen, die durch Währungsschwankungen des Schweizer Frankens oder steigende Rohstoffpreise schnell hinfällig werden. Für eine fundierte Einordnung der Marktlage lohnt sich ein Blick auf die Analysen aktueller Markttrends, die solche Unsicherheitsfaktoren systematisch bewerten.
Die Differenz zwischen Trailing und Forward P/E offenbart oft die Marktstimmung. Liegt das Forward-KGV deutlich unter dem Trailing-KGV, erwartet die Mehrheit der Analysten steigende Gewinne. Kehrt sich dieses Verhältnis um, deutet dies auf eine bevorstehende Abkühlung der Ertragslage hin.
Die Aussagekraft des KGV: Warum niedrige Werte nicht immer günstig bedeuten
Ein niedriges KGV suggeriert oft eine Unterbewertung, doch diese Annahme führt Anleger regelmässig in die sogenannte Value Trap. Sinkt der Aktienkurs schneller als die Gewinnerwartungen der Analysten, erscheint das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) optisch attraktiv. Dahinter verbergen sich jedoch oft fundamentale Erosionsprozesse im Geschäftsmodell oder wegbrechende Märkte. Ein relevanter Faktor in der modernen Finanzanalyse sind Aktienrückkäufe. Reduziert ein Konzern wie Nestlé die Anzahl der ausstehenden Titel, steigt der Gewinn pro Aktie rein rechnerisch an. Das kgv sinkt dadurch, ohne dass das operative Geschäft zwingend gewachsen ist. Anleger müssen daher präzise prüfen, ob die Gewinnsteigerung durch operative Exzellenz oder rein finanztechnische Massnahmen erzielt wurde.
Zudem besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Bewertung und der Dividendenrendite. Reife Schweizer Unternehmen schütten oft hohe Anteile ihres Gewinns aus, was das Kurswachstum begrenzt und zu einem dauerhaft niedrigen Multiplikator führt. Hier ist das kgv eher ein Indikator für Stabilität als für eine Fehlbewertung am Markt.
Branchen-Benchmarks im Vergleich
Unterschiedliche Geschäftsmodelle erfordern differenzierte Massstäbe. Im Schweizer Maschinenbau, etwa bei Konzernen wie ABB, sind Werte zwischen 15 und 20 üblich. Pharma-Giganten wie Roche oder Novartis bewegen sich oft in ähnlichen Korridoren, wobei dort hohe Forschungsaufwendungen die Kennzahl kurzfristig verzerren können. Der Finanzsektor, angeführt von Instituten wie der UBS, weist historisch niedrigere Werte auf. Oft liegen diese im einstelligen oder niedrigen zweistelligen Bereich, was der hohen Eigenkapitalintensität und den regulatorischen Risiken geschuldet ist. Dienstleistungsunternehmen rechtfertigen hingegen häufig höhere Bewertungen, da sie weniger kapitalintensiv operieren und ihre Margen leichter skalieren können.
Grenzen der Kennzahl-Analyse

Das KGV im Schweizer Aktienmarkt: Benchmarks und nationale Besonderheiten
Der Swiss Market Index (SMI) gilt als Barometer für die hiesige Wirtschaftskraft und spiegelt die spezifische Bewertungsstruktur des Finanzplatzes wider. Historisch betrachtet bewegt sich das durchschnittliche kgv des SMI in einer Bandbreite von 15 bis 18. Im direkten Vergleich zum US-amerikanischen S&P 500, der aufgrund seines hohen Technologieanteils oft Werte jenseits der 22 erreicht, wirkt der Schweizer Markt moderat bewertet. Gegenüber dem deutschen DAX, dessen Fokus auf zyklischen Industriegütern das Bewertungsniveau häufig auf Werte zwischen 12 und 14 drückt, zeigt die Schweiz jedoch eine konstante Bewertungsprämie.
Die drei Schwergewichte Nestlé, Roche und Novartis machen rund 50 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung im SMI aus. Diese defensiven Titel prägen das nationale kgv massiv. Investoren schätzen die Krisenresistenz dieser Konzerne und akzeptieren dafür oft ein höheres Kurs-Gewinn-Verhältnis. Ein entscheidender Faktor für die Preisbildung ist die Stabilität des Schweizer Frankens. Die Währung fungiert als sicherer Hafen, was das Wechselkursrisiko für internationale Grossanleger minimiert und die Nachfrage nach Schweizer Dividendenwerten kontinuierlich hoch hält.
Der Einfluss der Schweizer Exportwirtschaft
Die globale Vernetzung der nationalen Wirtschaft beeinflusst die Gewinnerwartungen bis in den KMU-Sektor hinein. Schweizer Unternehmen zeichnen sich durch eine enorme Innovationskraft aus. Im Jahr 2023 betrugen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in der Schweiz etwa 3,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), was weltweit einen Spitzenplatz bedeutet. Diese Investitionen rechtfertigen hohe KGVs, da sie künftige Marktanteile und Margen sichern. Wirtschaftliche Prognosen für das Jahr 2026 gehen davon aus, dass der Swiss Performance Index (SPI) insbesondere durch die ökologische Transformation der Industrie und hocheffiziente Lieferketten weiter an Substanz gewinnt.
Investieren in der Schweiz: Strategien und Transparenz
Anleger am Schweizer Markt profitieren von den strengen Transparenzregeln der SIX Swiss Exchange. Die Finanzberichterstattung folgt höchsten internationalen Standards, was das Vertrauen in die ausgewiesenen Gewinne stärkt. In der Anlagestrategie spielt der sogenannte “Qualitätsaufschlag” eine zentrale Rolle. Schweizer Firmen weisen oft eine geringere Verschuldung auf; die Staatsverschuldung der Eidgenossenschaft lag Ende 2023 bei lediglich rund 37 Prozent des BIP. Dies schafft ein stabiles Umfeld, in dem Unternehmen langfristig planen können. Wer in der Schweiz investiert, setzt weniger auf kurzfristige Spekulationen als vielmehr auf die fundamentale Substanz und eine verlässliche Dividendenpolitik.
Für eine fundierte Analyse der aktuellen Marktlage ist die Einordnung dieser Kennzahlen unerlässlich. Erfahren Sie mehr über die wirtschaftliche Entwicklung und aktuelle Trends bei Die Wirtschaft, Ihrem Fachmedium für den Wirtschaftsstandort Schweiz.
Jenseits der Börse: Wie Kennzahlen und Verbände den Wirtschaftsstandort stärken
Der Begriff KGV besitzt in der Schweizer Wirtschaftslandschaft eine faszinierende Doppeldeutigkeit. Während Analysten an der SIX Swiss Exchange damit das Kurs-Gewinn-Verhältnis zur Bewertung von Aktientiteln definieren, steht die Abkürzung im institutionellen Gefüge oft für die Kantonalen Gewerbeverbände. Diese sprachliche Überschneidung verdeutlicht eine tiefere Wahrheit: Finanzielle Kennzahlen existieren nicht im luftleeren Raum. Sie sind das Resultat von Rahmenbedingungen, die massgeblich durch starke Wirtschaftsverbände mitgestaltet werden.
Diese Verbände setzen sich für steuerliche Stabilität und den Abbau bürokratischer Hürden ein, was die operative Marge der Unternehmen direkt beeinflusst. Wenn ein Verband erfolgreich bessere Exportbedingungen oder vorteilhafte Handelsabkommen aushandelt, steigen die Gewinne der Mitgliedsfirmen. In der Folge sinkt das KGV bei gleichbleibendem Kurs, was die Aktie für Investoren attraktiver macht oder Raum für Kurssteigerungen schafft. Bis zum Jahr 2026 wird dieser Einfluss durch die fortschreitende digitale Transformation der Industrie weiter an Bedeutung gewinnen, da Verbände den Wissens- und Technologietransfer zwischen Grossunternehmen und den über 600’000 KMU der Schweiz moderieren.

Die Kraft der Vernetzung
Reputation ist ein immaterieller Vermögenswert, der als indirekter Treiber für den Aktienkurs fungiert. Unternehmen mit einer hohen öffentlichen Sichtbarkeit und einer gefestigten Reputation geniessen oft einen Vertrauensvorschuss am Kapitalmarkt. Dies führt dazu, dass Anleger bereit sind, ein höheres kgv zu akzeptieren, da sie von einer höheren Beständigkeit der künftigen Cashflows ausgehen. Sichtbarkeit ist kein Selbstzweck; sie ist für KMU der Schlüssel zu vorteilhaften Finanzierungskonditionen bei Banken und privaten Geldgebern.
- Bildung als Renditefaktor: Fachspezifisches Wissen und kontinuierliche Weiterbildung sichern die Innovationskraft und damit die langfristige Rentabilität.
- Kapitalmarktzugang: Eine starke Marke und transparente Kommunikation reduzieren die Risikoprämie bei der Kreditvergabe.
- Nachhaltigkeitsstandards: Die Integration von Netto-Null-Strategien wird bis 2026 zum Standard für die Bewertung der Zukunftsfähigkeit.
Die Transformation hin zu zirkulären Programmen und einer emissionsfreien Logistik verändert die Bewertungsmassstäbe grundlegend. Investoren blicken künftig verstärkt auf die ökologische Effizienz, die Hand in Hand mit der ökonomischen Performance gehen muss. Ein Unternehmen, das heute in Ressourceneffizienz investiert, sichert sein kgv von morgen ab.
Fazit: Das KGV als Teil eines grösseren Ganzen
Die Analyse des Kurs-Gewinn-Verhältnisses bleibt ein unverzichtbares Werkzeug, doch ihre Aussagekraft entfaltet sich erst im Kontext des gesamten Wirtschaftsstandorts. Für das Jahr 2026 zeichnet sich ab, dass rein quantitative Daten durch qualitative Faktoren wie Innovationsgeist und ökologische Verantwortung ergänzt werden. Entscheidungsträger sollten Kennzahlen daher stets ganzheitlich betrachten. Erfolg entsteht dort, wo solide Finanzen auf ein starkes Netzwerk und eine exzellente Reputation treffen.
Erfahren Sie mehr über Sichtbarkeit und Reputation in der Wirtschaft und wie diese Faktoren den Schweizer Markt nachhaltig prägen.
Präzise Kennzahlen als Fundament für den Wirtschaftsstandort Schweiz
Die fundierte Bewertung von Unternehmen erfordert mehr als den Blick auf eine einzelne Ziffer. Das kgv dient hierbei als unverzichtbarer Kompass; es setzt den Aktienkurs in Relation zum Gewinn pro Aktie und ermöglicht den direkten Vergleich innerhalb der Schweizer Branchen. Während ein Forward-KGV von 16 im SMI oft als moderat gilt, zeigen historische Daten der letzten Jahrzehnte, dass erst die Kombination mit qualitativen Faktoren wie der Innovationskraft oder ökologischen Transformationsprozessen ein vollständiges Bild ergibt. Entscheidungsträger stützen sich auf diese differenzierten Analysen, um in einem Marktumfeld mit hoher Volatilität langfristige Stabilität zu gewährleisten.
Als offizielles Organ führender Schweizer Wirtschaftsverbände liefert Die Wirtschaft die notwendige Tiefe für komplexe Marktbeobachtungen. Wir fokussieren uns auf tiefgreifende Analysen für Führungskräfte und fördern die nachhaltige Reputation sowie die Generierung hochwertiger Leads innerhalb des nationalen Netzwerks. Steigern Sie Ihre Sichtbarkeit und Reputation im Schweizer Wirtschaftsnetzwerk und nutzen Sie unsere Expertise, um Ihre Positionierung im dynamischen Wettbewerb zu festigen. Die kontinuierliche Auseinandersetzung mit ökonomischen Leitplanken sichert den entscheidenden Vorsprung für die Zukunft der hiesigen Industrie.
Häufig gestellte Fragen zum Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
Was ist ein “gutes” KGV für eine Schweizer Aktie im Jahr 2026?
Ein “gutes” KGV hängt stark von der jeweiligen Branche ab, liegt jedoch für den Schweizer Leitindex SMI historisch meist in einem Korridor zwischen 15 und 18. Im Jahr 2026 gilt ein Wert von 16 als Indikator für eine faire Bewertung, sofern das prognostizierte Gewinnwachstum stabil bleibt. Defensive Schwergewichte wie Nestlé oder Roche weisen aufgrund ihrer Krisenresistenz oft höhere Multiplikatoren auf als zyklische Industrietitel.
Kann ein KGV negativ sein und was bedeutet das für Anleger?
Ein negatives KGV entsteht, wenn ein Unternehmen einen Nettoverlust ausweist, wodurch die Kennzahl ihre klassische Aussagekraft für die Bewertung verliert. Anleger sollten in diesem Fall auf das Kurs-Umsatz-Verhältnis ausweichen, um die Marktstellung und das Wachstumspotenzial objektiv zu beurteilen. Oft signalisiert ein negatives KGV eine Turnaround-Phase oder ein junges Technologie-Startup, das massiv in die Skalierung investiert und noch keine Gewinnschwelle erreicht hat.
Wie unterscheidet sich das KGV vom Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV)?
Das KGV setzt den aktuellen Aktienkurs ins Verhältnis zum Reingewinn, während das KUV den Jahresumsatz pro Aktie als Berechnungsgrundlage nutzt. Während das kgv die tatsächliche Profitabilität und Effizienz eines Unternehmens misst, hilft das KUV dabei, die Bewertung von Firmen ohne Gewinne zu vergleichen. Für eine fundierte Analyse am Schweizer Finanzmarkt ist die Kombination beider Kennzahlen unerlässlich, um Margenstärke und Umsatzdynamik gleichzeitig zu erfassen.
Warum haben Technologie-Unternehmen oft ein so hohes KGV?
Technologie-Unternehmen weisen hohe KGVs auf, weil Investoren ein überdurchschnittliches Gewinnwachstum in der Zukunft bereits heute einpreisen. Ein Wert von 40 oder höher ist bei Software-Spezialisten üblich, da digitale Geschäftsmodelle durch Skaleneffekte extrem hohe Margen erzielen können. Diese Bewertung reflektiert die Markterwartung, dass heutige Ausgaben für Forschung und Entwicklung in wenigen Jahren zu einer marktbeherrschenden Stellung führen.
Welchen Einfluss haben Leitzinsen der SNB auf das durchschnittliche MarktkGV?
Steigende Leitzinsen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) führen tendenziell zu sinkenden KGVs, da alternative Anlagen wie Bundesobligationen für Investoren attraktiver werden. Wenn der Diskontsatz steigt, sinkt rechnerisch der Barwert künftiger Unternehmensgewinne, was die akzeptierten Bewertungsmultiplikatoren nach unten drückt. Historische Marktdaten zeigen, dass eine Zinserhöhung um 0,5 Prozentpunkte oft eine unmittelbare Korrektur der durchschnittlichen Markt-KGVs einleitet.
Was versteht man unter dem Shiller-KGV und warum ist es für Schweizer Investoren wichtig?
Das Shiller-KGV, auch CAPE-Ratio genannt, berechnet das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der inflationsbereinigten Durchschnittsgewinne der letzten zehn Jahre. Für Schweizer Investoren ist diese Kennzahl wichtig, um kurzfristige konjunkturelle Verzerrungen zu glätten und eine langfristige Über- oder Unterbewertung des Marktes festzustellen. Es bietet eine stabilere Entscheidungshilfe als das einfache jährliche kgv, da es die Zyklizität der Wirtschaft besser berücksichtigt.
Wie oft sollte man das KGV eines Portfolios überprüfen?
Eine Überprüfung des Portfolio-KGVs sollte mindestens quartalsweise erfolgen, sobald die börsenkotierten Unternehmen ihre Zwischenberichte oder Jahresabschlüsse veröffentlichen. Da sich Gewinnerwartungen durch neue Marktbedingungen ständig ändern, stellt dieser Rhythmus sicher, dass die fundamentale Bewertung der Titel noch zur persönlichen Risikostratege passt. Professionelle Vermögensverwalter in Finanzzentren wie Zürich nutzen diese Termine für ein gezieltes Rebalancing ihrer Positionen.
Beeinflusst die Inflation die Aussagekraft des Kurs-Gewinn-Verhältnisses?
Inflation verzerrt die Aussagekraft des KGV massiv, da sie die nominalen Gewinne künstlich erhöht, ohne dass ein reales wirtschaftliches Wachstum stattfindet. Bei einer Inflationsrate von über 2 Prozent sinkt die Qualität der ausgewiesenen Gewinne, weil Abschreibungen auf historischen Kosten basieren und die realen Wiederbeschaffungswerte unterschätzen. Anleger müssen daher die Teuerungsrate in ihre Kalkulation einbeziehen, um eine vermeintlich günstige Bewertung von einer inflationsbedingten Täuschung zu unterscheiden.

